
Am 19. November plant das Team der Stadtkirche Michelstadt einen besonderen Abend: Anlässlich des Endes des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren und des ebenfalls 1945 verfassten Schuldbekenntnisses der Evangelischen Kirche zur Mitschuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus soll mit kurzen, ca 10minütigen Impulsvorträgen, musikalisch geprägtem Gottesdienst und „Kino in der Kirche“ Raum geschaffen werden zum Innehalten, Nach-Denken, Erkennen und vielleicht auch Bekennen von Schuld. Geplant sind:
18 Uhr: „Vom Kirchturm aus gesehen….“ – Impulsvorträge zu den Ereignissen der NS-Zeit aus Michelstädter Sicht, gerahmt von Klarinettenmusik, mit dem ehemaligen Michelstädter Pfarrer Wilhelm Gänssle und Franz Bürkle, Mitinitiator der Michelstädter Stolpersteine, sowie Pfarrerin Peereboom mit Impulsen zum Thema „Schuld“ und dem Umgang damit aus psychologisch-seelsorglicher Sicht)
19 Uhr: „Nicht mutiger geglaubt…“ Musikalischer Buß- und Bettags-Gottesdienst mit Pianistin Sharon Stanley (UK), Kantorin Beate Ihrig und Pfarrerin Dr. Anneke Peereboom mit Blick auf das Stuttgarter Schuldbekenntnis der Ev. Kirche
20.15 Uhr: „Kino in der Kirche“ mit einem zum Thema passenden Film
In den Veranstaltungshinweisen der Kirchengemeinde heißt es u.a.: „Die Geschichte von damals ist auch unsere Geschichte – die unserer Familien, unserer Stadt, unserer Kirchengemeinde. Wir laden ein, gemeinsam ins Nachdenken zu kommen und uns neu auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe auszurichten. Denn Frieden und Versöhnung sind kein Zustand – sondern ein Auftrag!“
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist selbstverständlich frei. Jede der drei aufgeführten Veranstaltungen kann auch einzeln besucht werden.